Technik, Umsetzbarkeit, Akzeptanz der DC- Ladung auf der Kernachse A9 (München – Nürnberg - Leipzig)

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Projektkarte A9

Ein wesentlicher Themenschwerpunkt des Schaufensters Bayern - Sachsen ELEKTROMOBILITÄT VERBINDET war die Ermöglichung der Langstreckenmobilität entlang der Autobahn A9 von München über Nürnberg nach Leipzig. Für dieses Vorhaben errichtete Siemens gemeinsam mit E.ON und BMW acht DC-Schnellladesäulen mit dem neuen Combo-Stecker und eine AC-Ladesäule. Dazu wurde ein Operation Center für die Betriebsführung installiert. Das Projekt wurde am 31.10.2015 erfolgreich beendet. Die Ladeinfrastruktur an den 8 Standorten wird von allego weiterbetrieben.

Weitere Informationen finden Sie unter:

http://www.elektromobilitaet-verbindet.de/projekt-zum-dc-schnellladen-entlang-der-a9-erfolgreich-abgeschlossen.html

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Schnellladen entlang der A9

Standorte und Nutzung der Schnellladestationen

 

Seit dem 14.05.2014 sind die im Projekt aufgebauten 8 Schnellladestationen der Öffentlichkeit zugänglich. Gemäß der EU-Richtlinie "Directive on the Deployment of Infrastructure for Alternative Fuels", sowie konform mit der Normungsroadmap der Nationalen Plattform Elektromobilität, bietet jede Säule einen CCS (50kW DC) sowie einen IEC Typ2 (22kW AC) Zugang.

Im Rahmen des Projektes war der Zugang über ein "SMS-Bezahlsystem" sowie ein überregionales "Laderoaming" (intercharge der Fa. Hubject) möglich. Seit Ende 2015 werden die Ladesäulen von der Allego GmbH betrieben. Weitere Informationen unter:  www.allego.eu

 

Standorte (8 Projekt-Schnellladesäulen sowie Standorte andere CCS-Projekte):

             Linthe (CCS-Projekt Berlin)

                    61 km

     1. Zunftstr. 12, 06847 Dessau (Autohaus Ehrl)

                    51 km

     2. Bierweg 6, 04435 Schkeuditz  (McDonald’s-Restaurant)

                    73 km

     3. Kraftsdorfer Straße 1, 07629 Hermsdorf (McDonald’s-Restaurant)

                    70 km

     4. Stegenwaldhauserstr. 1, 95152 Selbitz (Autohof Selbitz)

                    41 km

     5. Kulmbacher Straße 5, 95502 Himmelkron (McDonald’s-Restaurant)

                    78 km

     6. Industriestr. 19, 91207 Lauf (Autohaus Friedrich GmbH)

                    95 km

     7. Otto-Hahn-Straße 1, 85055 Ingolstadt (Ingolstadt Village)

                    38 km

     8. Robert-Koch-Straße 5, 85301 Schweitenkirchen (McDonald’s-Restaurant)

                    43 km

             BMW Welt (CCS-Projekt München)

 

Details

Das Projekt "Technik, Umsetzbarkeit, Akzeptanz der DC-Ladung auf der Kernachse A9 (München – Nürnberg – Leipzig)" ist eines von rund 40 Projekten im Schaufenster Bayern-Sachsen ELEKTROMOBILITÄT VERBINDET und wird vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur im Rahmen der Schaufensterinitiative der Bundesregierung gefördert.

Die im Vergleich zu konventionell angetriebenen Fahrzeugen geringere Reichweite weckt bei potenziellen Nutzern reiner Elektrofahrzeugen heute vielfach noch Skepsis und hemmt damit noch die Verbreitung der Elektromobilität.

Das DC-Laden mit hoher Leistung (50 kW) ist deshalb als „Enabler“ für die Langstreckenmobilität mit Elektroautos entscheidend. Im Rahmen des Schaufensters Bayern-Sachsen ELEKTROMOBILITÄT VERBINDET haben Siemens, E.ON und BMW entlang der A9 von München über Nürnberg nach Leipzig acht Gleichstrom-Schnellladesäulen errichtet und die dafür nötige Infrastruktur aufgebaut. Damit ist jetzt ein reibungsloser elektrischer Verkehr auf einer der am meisten befahrenen Verkehrsachsen Deutschlands auf einer Gesamtlänge von 430 Kilometern möglich. Die Ladesäulen stehen in Schweitenkirchen, Ingolstadt, Lauf, Himmelkron, Selbitz, Hermsdorf, Schkeuditz und Dessau an Rastplätzen oder bei Partnern direkt an der Autobahn. Mit der Ladesäule in Dessau wird die Verbindung mit dem Schaufensterprojekt in Berlin-Brandenburg geschaffen.

Den Fahrern der Elektrofahrzeuge werden in diesem Forschungsprojekt verschiedene Möglichkeiten der Bezahlung angeboten: mit dem Handy per SMS (muß für deutsche Bezahldienste freigeschaltet sein) und über die europäische Roaming-Plattform Hubject, die seit Sommer 2014 zur Verfügung steht.  Über die Hubject-Plattform werden die Fahrer von Elektrofahrzeugen mit nur einem Vertrag und einer Karte überall in Europa an Ladesäulen verschiedener Anbieter Strom „tanken“ können.

Nicht nur durch das Roaming, das einen anbieterübergreifenden Zugang zu den Ladestationen ermöglicht, sondern auch durch das einheitliche Steckersystem wird eine große Akzeptanzhürde beseitigt. Alle Säulen sind mit dem kombinierten Steckersystem „Combined Charging System“ (CCS) ausgestattet, auf das sich der europäische Automobilherstellerverband ACEA mit allen Mitgliedern geeinigt hat. Somit wird das Laden von Elektrofahrzeugen in ganz Europa nach demselben Standard ermöglicht. Das CCS-System wurde auch von der Europäischen Union als europäischer Standard für schnelles Laden mit Gleichstrom festgelegt.

Eine Lademanagement-Software-Lösung von Siemens als Operationszentrale überwacht und steuert die Ladeinfrastruktur an der A9 und sorgt bei Störungen dafür, dass der Fehler rasch behoben werden kann. Zudem ermöglicht die Software die Einbindung  der Ladesäulen in die IT-Systeme der Energieversorgungsunternehmen oder  Anbieter von Mobilitätsdienstleistungen, um den Zugang zur Ladeinfrastruktur zu erhalten.

Die Ergebnisse des Feldversuches zum DC-Laden, der bis Oktober 2015 läuft, sollen Rückschlüsse auf Kundenakzeptanz und Geschäftsmodelle geben sowie Planungsempfehlungen entwickeln. Außerdem soll die Einführung des CCS-Schnellladestandards durch eine erste realisierte Langstreckenachse unterstützt werden. Außerdem wird das DC-Laden an sich getestet. Über den Betrieb des Operation Centers sowie die Anbindung an die B2B-Plattform „Hubject“ wird der Test eines übergreifenden Roaming/Clearing für Elektromobilität ermöglicht.

Weiterführende Informationen zum Projekt

Ziele

  • Zeigen, dass Elektromobilität auch auf der Langstrecke funktioniert
  • Elektromobilität erfahrbar machen

Inhaltliche Schwerpunkte

  • Schnelles Laden von Elektroautos mit Gleichstrom (50 kW)
  • Überregionale Elektromobilität
  • Operation Center Elektromobilität
  • Demonstration und Betrieb eines Ladesystems für überregionale Elektromobilität

Meilensteine

Ansprechpartner

Name:
Luis Ramirez
Anschrift:
Humboldtstr. 59, 90459 Nürnberg
Funktion:
Projektleiter
Institution:
Siemens AG, EM DG SWS PM SW
E-Mail:
luisramirez@siemens.com