Laternenparken u. Geschäftsmodell Ladeinfrastruktur entwickelt

E-Laterne 

Laternenparker

  • Konzeption zum intelligenten Umbau der Straßenbeleuchtung und Ausbau der Ladeinfrastruktur; Analyse der sozio-techn. Anforderungen
  • Entwicklung der notwendigen technischen Komponenten und Steuerungsprozesse; Impl. Abrechnungsmodelle
  • Ausrüstung von 2 Straßenzügen je min. 4 Laternen; Impl. Geschäftsmodell; Abschlussbericht
  • Untersuchung der sozialpsychologischen Grundlagen der Nutzungsintention
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Details

Das Projekt "Laternenparken u. Geschäftsmodell Ladeinfrastruktur entwickelt (Laternenparken)" ist eines von rund 40 Projekten im Schaufenster Bayern-Sachsen ELEKTROMOBILITÄT VERBINDET und wird mit 1.698.804 Euro vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im Rahmen der Schaufensterinitiative der Bundesregierung gefördert.

Ein detailliertes Einsatzkonzept für kostenminimale Ladeinfrastruktur soll der Praxisleitfaden darstellen. Im Konkreten handelt es sich um ein übertragbares Gesamtkonzept für die LI, welche die bestehenden Aktivitäten weiterentwickelt und eine Grundlage für einen nachhaltigen Aufbau von Ladeinfrastruktur schaffen soll. Die Geschäftsmodellentwicklung stellt einen elementaren Baustein für die Etablierung der Elektromobilität im alltäglichen Leben der Gesellschaft dar, denn nur durch die Implementierung eines gewinnbringenden Geschäftsmodells kann eine nachhaltige Entwicklung der Ladeinfrastruktur gerechtfertigt werden. Der Aufbau und die Wartung einer innovativen, weit verbreiteten und zukunftsfähigen Ladeinfrastruktur sind mit erheblichen Investitionen verbunden. Gleichzeitig sollen sozialpsychologische Determinanten der Nutzungsintention untersucht werden, welche sowohl das Marketing des „Laternenparkens“ optimieren helfen als auch das vorhandene Wissen über die Grundlagen der sozialen Akzeptanz von Elektromobilität erweitern sollen.

Weiterführende Informationen zum Projekt

Ziele

  • übergeordnetes Ziel des Vorhabens ist eine möglichst breite und systemische Weiterentwicklung der bestehenden Konzepte und Prozesse im urbanen Raum Leipzig
  • systematische Verbesserung des Ladeinfrastrukturkonzepts
  • pilotartige Implementierung des Geschäftsmodells (Markteinführung) in der Schaufensterregion Bayern-Sachsen
  • gezielte Netzplanung und geeignete Smart Grid Komponenten ermitteln Verwertung/Praxiseinsatz der Vorhabensergebnisse in einem Pilotprojekt der Netz Leipzig GmbH
  • wissenschaftlichen und wirtschaftlicher Anschlussfähigkeit - Ergebnisse zur langfristigen Unterstützung von Ladesäulenbetreibern bezüglich Aufbau nachhaltiger und effektiver Ladeinfrastruktur.
  • Dokumentation und Analyse des gesamten Projektes – Erkenntnisse und Ergebnisse werden interessierten Anwendern zur Verfügung gestellt
  • die Untersuchung und Entwicklung von psychologischen Faktoren für eine regionale Identifikation mit dem Thema Elektromobilität und Prognosen von Verhaltensperspektiven

Inhaltliche Schwerpunkte

  • pilotartig zwei Straßenzüge mit „intelligenten Straßenlaternen“, an denen ein Laden eines Elektrofahrzeugs kostengünstig und öffentlich möglich ist, zu entwickeln und aufzubauen
  • Entwicklung, der benötigen Komponenten und der Prozessentwicklung, zum Aufbau des „Laternenparkens“.
  • Konzepterarbeitung für intelligenten Umbau der Straßenbeleuchtung, basierend auf Ist-Analyse der vorhandenen Infrastruktur im Leipziger Netzgebiet, Recherchen und zu innovativen Technologien, bzw. bereits vorhandenen Umsetzungsmöglichkeiten von Laternenparken.
  • Erstellung Grobkonzept für Parken und Laden an Laternen mit Ladeinfrastruktur, zur Erfassung eines thematischen Überblicks und Grobanforderungen mit anschließender intensiver Diskussion ökonomischer und technisch-potentieller Gesichtspunkte zur Festlegung einer Entwicklungsrichtung
  • tiefergehende Untersuchung der vorhandenen Infrastruktur hinsichtlich der Elektro- und IT Technik unter Formulierung von Schnittstellen
  • Spezifizierung gesetzlicher Rahmenbedingen für den öffentlichen Raum und geltender elektrotechnischer Normen
  • Diskussion Machbarkeit für normgerechte und realisierbare Lösung
  • konkretere Aufwandsanalyse und schrittweise Planung der Umsetzung eines Prototyps unter Beachtung ökonomischer Gesichtspunkte hinsichtlich der Erweiterbarkeit und Übertragbarkeit des Konzepts
  • Prozessentwicklung zur intelligenten Funktionsfähigkeit und zum Zugang zur Ladeinfrastruktur
  • Durchführung Bedarfsanalyse für den urbanen Raum
  • Diskussion Einsatzmöglichkeiten von intelligenten Messsystemen zur Datengewinnung, Einbindung von Abrechnungsmodellen in das technische System
  •  Abbildung übergeordneter Steuerprozesse, die für Abrechnung notwendig sind
  • Erstellung konkretes Standortkonzept zum Auf- und Umbau von Straßenbeleuchtung mit barrierefreiem Zugang
  • schrittweise Umsetzung anhand der erstellten Konzepte, Auswahl konkreter Standorte und Aufbau eines Piloten
  • Entwicklung von begleitenden und erweiternden Dienstleistungen auf der Basis des zu entwickelnden Geschäftsmodells
  • Entwicklung spezifischer Modelle zur Vorhersage der Akzeptanz und Nutzung von Elektromobilität
  • Untersuchung auf sozialer Identität basierender Einflussfaktoren, wie die Identifikation mit Gruppen (z.B. den Einwohnern Leipzigs), die Wahrnehmung sozialer Verhaltensnormen (z.B. Innovationsnormen) sowie kollektive Effektivitätserwartungen (z.B. „Leipzig schafft die Mobilitätswende“)
  • Weiterentwicklung und empirische Testung theoretischer Modelle sozialer Identität

Meilensteine

  • 12/2012 – 11/2015: Laternenparken und Ladeinfrastruktur
  • 12/2012 – 05/2013: Konzeption intelligenter Umbau der Straßenbeleuchtung
  • 06/2013 – 11/2013: Analyse der rechtlichen und techn. Anforderungen
  • 12/2013 – 11/2013: Entwicklung der notwendigen techn. Komponenten und Prozesse
  • 06/2013 – 11/2013: Implementierung von Abrechnungsmodellen
  • 12/2013 – 05/2014: Konzeptentwicklung zum generellen Aufbau intelligenter Ladeinfrastruktur Laternenparken im urbanen Raum
  • 12/2013 – 11/2014: Standortsuche und Vorbereitung des Piloten
  • 12/2013 – 11/2014: Bau des Piloten und Implementierung von Schnittstellen
  • 12/2013 – 11/2014: Test und Inbetriebnahme der Laternenladeinfrastruktur
  • 12/2013 – 11/2014: Implementierung des Geschäftsmodells, Dokumentation
  • 12/2013 – 11/2014: Entwicklung von Dienstleistungen im Rahmen des Geschäftsmodells
  • - 04/2015: pilotartige Implementierung des Geschäftsmodells (Markteinführung)
  • 12/2012 – 11/2013: Aufarbeitung der neusten Forschungsliteratur zur Akzeptanz elektromobiler Innovationen
  • 03/2013 – 05/2013: Gewinnung spezifischer Nutzungsszenarien
  • 06/2013 – 11/2013: Befragung potentieller Nutzer zu subjektiven Kosten- und Nutzenerwartungen
  • 09/2013 – 05/2014: Experimenteller Vergleich der Nutzungsszenarien hinsichtlich Bewertung und Wirkfaktoren
  • 12/2013 – 05/2015: Untersuchung des Einflusses sozialer Normen und kollektiver Effektivitätserwartungen
  • 12/2013 – 05/2015: Untersuchung von Krisen als gesellschaftliche Randbedingungen elektromobiler Innovationen
  • 12/2014 – 08/2015: Untersuchung vorhandener Nutzer
  • 03/2015 – 11/2015: Dokumentation und Publikation

Ansprechpartner

Name:
Benjamin Stollberg
Funktion:
Ingenieurtechnischer Mitarbeiter
Telefon:
0341 121-6401
Institution:
Stadtwerke Leipzig GmbH
E-Mail:
benjamin.stollberg@L.de